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Letzte Residenz des einstigen Fürstentums Salm-Salm:

Wasserburg Anholt

Wasserburg Anholt
Anholt Gesamtplan

Der Übersichtsplan der Wasserburg Anholt

Kleines Territorium – große Geschichte

Das Grabmal für den 1808 in meinem Wohnort Walluf im Rheingau verstorbenen Fürsten Emmanuel zu Salm-Salm hatte mein Interesse an dessen Herkunft geweckt. In einer Ergänzung zur Wallufer Ortsgeschichte sind die Ergebnisse meiner Recherchen dargestellt: >>> Gedenken an fürstliche Wohltaten . Als "Ergänzung zur Ergänzung" wollte ich mehr über das erfahren, was vom Fürstentum Salm-Salm übrig geblieben ist, und besuchte die Wasserburg Anholt.

Das Fürstenhaus Salm, dessen Wurzeln bis in das 10. Jahrhundert zurück reichen, existiert ja durchaus noch. Nach und nach waren jedoch alle linksrheinischen Territorien und Residenzen verloren gegangen. Die verbliebene Herrschaft Anholt bei Isselburg (nordwestlich von Wesel) ist 1815 vom Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen worden – womit das Ende des souveränen Fürstentums Salm-Salm besiegelt war.

Die Wasserburg Anholt, ab dem 12. Jahrhundert errichtet, war 1402 an die Grafen von Bronckhorst-Batenburg vererbt worden. Um 1700 wurde sie zu einer Barock-Residenz des Fürstenhauses Salm-Salm ausgebaut. Ab 1802 war sie als alleinige Residenz des Fürstentums verblieben. Die Fotogalerie zur Wasserburg Anholt zeigt meine Bilder von der Besichtigung dieser beeindruckenden Fürsten-Residenz am 13. März 2016. Die ausgedehnten Garten- und Parkanlagen sind natürlich von der Vegetation her im Sommer noch attraktiver.

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© Herbert Ujma 29.03./25.05.2016, www.ujmaweb.de

Korrektorat: Dr. Edgar J. Hürkey
Wappen-Grafik: Wikipedia
Alle Fotos: © Herbert Ujma

Mehr zur lokalen Historie:

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>>> Index "Ergänzungen zur Wallufer Ortsgeschichte"

 

Salm-Salm-Wappen in Leder geprägt

Bei den Bibliotheks-Sesseln ist das Wappen der Fürsten zu Salm-Salm in das Leder geprägt. Die Bibliothek umfasst die Bestände des säkularisierten Zisterzienserklosters Groß-Burlo, die Gräflich von Bronckhorst-Batenburg'sche und die Fürstlich Salm-Salm'sche Bibliothek, insgesamt ca. 7.000 Bände.

Bronckhorst-WappenWappen der Grafen von Bronckhorst-Batenburg, die u.a. die Herrschaft Anholt in Ermangelung eines männlichen Erben 1645 ihrem Schwiegersohn, dem Reichsgrafen Leopold Philipp Carl zu Salm, überschrieben haben. Er hatte 1641 Gräfin Maria Anna von Bronckhorst-Batenburg geheiratet, deren Familie aus dem Herzogtum Geldern stammte.