Sympol Spotlight Beispiele meiner grafischen Arbeiten

 

"Gemaltes Model"

Eine freie grafische Arbeit in reiner Fantasie, also ohne Foto-Vorlage und schon gar nicht per Nachzeichnen-Funktion. Die zweidimensionale Frontalansicht des Körpers entspricht natürlich den Regeln der Runway-Branche: jung und schlank – und im Übrigen meinem persönlichen Geschmack.

Die Technik: Im Programm "Freehand" aus grob gezeichneten Formen in unzähligen Schritten durch Ankerpunkt-Positionierung optimierte Vektorformen auf zahlreichen Ebenen. Mit feinsten Farbnuancen und -verläufen gefüllt, einschließlich der Lichter und Schatten, die nicht per "Rendering" erzeugt sind.

Bewusst habe ich Lichter und Schatten sehr "zart", also wie bei sehr weichem Licht, ausgeführt. Sie sollen einer diffusen, geradeaus von schräg oben kommenden Beleuchtung entsprechen und das Model ein wenig dreidemensional wirken lassen.

Kleidung und Accessoires sind durch die Ebenen-Technik variabel darstellbar, aber jeweils individuell von mir gestaltet und nicht etwa durch ein Programm wie z.B. "Poser" eingefügt. Ich übe mich also unter dem Label "UjFashion" ein wenig als (Retro-)Modeschöpfer und werde demnächst mehr von meiner "Sommerkollektion" zeigen.

Hingegen erfordern Varianten in der Körperhaltung sehr aufwendige Veränderungen fast aller Einzelheiten der Figur. Denn perspektivisch und anatomisch korrekte Anpassungen erfolgen nicht per Programm! Daher existiert bislang neben dieser symetrischen "Grundhaltung" der Figur nur eine Variante in "Standbein-Spielbein-Haltung".

Die beliebige Vergrösserbarkeit einer Vektorgrafik wird durch das Portrait, die Augen und den Mund demonstriert, bei denen es sich jeweils um einen Ausschnitt der gleichen Grafik handelt, die rechts als Ganzes abgebildet ist. (Die Abbildungen hier sind allerdings Pixel-Bilder). Per mouse-over-Funktion wechselt die Ganz-Abb. zu der o.g. Körperhaltungs-Variante mit anderem outfit.

Die Detailierungsgrenzen dieser grafischen Technik liegen eigentlich nur im Zeitaufwand. Die "Frisur" wenigstens aus einzelnen Strähnen zu bilden, hätte erheblich mehr "Arbeitszeit" erfordert, die ich jedenfalls bislang nicht opfern mochte. Immerhin habe ich die Wimpern-Haare einzeln erstellt, zum Teil auch bei den Brauen Einzelhaare eingefügt.

Erleichtert wird die Arbeit u. a. durch das "Spiegeln". Rechte und linke Extremitäten bzw. Körperdetails sind nur einmal gezeichnet und dann spiegelverkehrt kopiert. (In der Realität ist freilich kein Mensch 100-prozentig symetrisch.) Auch Software-Leistungen wie regulierbare Transparenz (durch die Sonnenbrille sichtbare Augen) sind hilfreiche Werkzeuge.

Arbeiten wie diese sind über Jahre hinweg Schritt für Schritt entstanden – mit mehr oder weniger langen Pausen dazwischen. Auch wenn sie eigentlich fertiggestellt waren, habe ich sie immer wieder in Details überarbeitet. Diese Möglichkeit bietet eben nur die digitale Technik.

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© Herbert Ujma, August 2015, www.ujmaweb.de

 

 

Ausschnitt Augen

 

Abb. Mund

Die "Konstruktion" – hier am Beispiel des Mundes – besteht sowohl aus geformten Flächen wie auch aus unterschiedlich starken Linien, die sich z. T. überlappen. Was hier wie die Unterlippe aussieht, ist in Wirklichkeit nur ihr Schatten, der eine Ebene tiefer liegt. Die Unterlippe selbst besteht aus drei Linien, die verschieden stark sind und eine leicht unterschiedliche Farbe haben.
Die gestrichelten Linien stellen offene Pfade (Linien) dar, die durchgehenden Linien geschlossene Pfade (Flächen).