Sympol Spotlight Mein Wechsel in den Landesdienst

Die Begeisterung, mit der ich bei Typo Bach arbeitete, hatte sich deshalb reduziert, weil das boomende Geschäft immer mehr Überstunden erforderte. Diese und die tägliche Fahrt von Lorch nach Franfurt kollidierten rein zeitlich mit meiner anderen Begeisterung, dem politischen Engagement. Beides zusammen tat auch meiner Ehe nicht gut.

Also stellte ich im Bekanntenkreis und im Vorstand des SPD-Unterbezirks Rheingau, dem ich damals als Juso-Vertreter angehörte, die Frage, ob jemand einen Job im Rheingau oder in Wiesbaden für mich wüsste. Und siehe da: Günter Helm, damals Chef der Rheingauer SPD, konnte mir helfen.

Dass er im Hessischen Sozialministerium arbeitete, hatte mich bis dahin gar nicht interessiert. Doch dort wurde gerade die Pressestelle aufgebaut, durch Klaus Günter Rückel, den ersten gelernten Journalisten (Augsburger Allgemeine), den man dafür eingestellt hatte. Nicht jedes Ressort der Landesregierung hielt damals so etwas für nötig!

Rückel musste feststellen, dass der ihm zugewiesene Mitarbeiter, ein "astreiner" Verwaltungsbeamter, nicht wirklich hilfreich für ihn war. Dies hatte Günter Helm erfahren und empfahl mir eine Bewerbung. Ich tat wie geheißen, wurde zum Vorstellungsgepräch eingeladen und bald darauf eingestellt.

Gegenüber meinem Gehalt bei Typo Bach musste ich zunächst Abstriche machen und akzeptieren, dass ich - als Quereinsteiger - zunächst in BAT IV b eingestuft wurde. Aber wiederum konnte ich Aufgabenzuwächse und somit tarifliche Höhergruppierungen erreichen – nur wesentlich langsamer als bei Typo Bach.

Wichtiger war mir aber die Freude an genau dieser Arbeit. Mit den Methoden, die ich vom Prinzip her aus der Werbebranche kannte, "verpackte" ich Informationen für die Bürgerinnen und Bürger. Längst natürlich per Computer. Und sowohl unter drei Ministerinnen und zwei Ministern der SPD, als auch unter zwei Ministerinnen und drei Ministern der CDU.

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© Herbert Ujma, 03.03.2012, www.ujmaweb.de

 

Foto Sozialministerium

Das Quartier des Hessischen Sozialministeriums im Behördenzentrum Schiersteiner Berg. Von der vorderen oberen Ecke gehören von der rechten Seite zwei und von der linken Seite drei Fenster zu meinem Büro.

Näheres zu diesem und zu meinem alten Büro etc.