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Die landschaftlichen Reize im Kreisteil Rheingau, aber auch im Kreisteil Untertaunus sind für Wander- und Radtouren attraktiv. Diese bieten ein Potenzial für die Gastronomie und Hotellerie. Zugleich schont ein solcher "sanfte Tourismus" Natur und Landschaft. Am 04. August 2010 habe ich den folgenden Antrag eingebracht, der mit leichten Änderungen vom Kreistag beschlossen wurde:

Förderung des sanften Tourismus im Rheingau-Taunus-Kreis

Der Kreisausschuss wird gebeten

  • die Fertigstellung des Rheingau-Taunus Radwege-Konzepts zu beschleunigen, also - ggf. ungeachtet mangelnder innerörtlicher Konzepte - in allen Kreisteilen regional bedeutende Verbindungen vorzuschlagen, die vorrangig hergestellt bzw. ausgewiesen werden können, sei es entlang öffentlicher Straßen oder auf Wirtschaftswegen.
  • für das vorhandene Wanderwegenetz im Kreisteil Untertaunus Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge in Anlehnung an das Wegekonzept im Kreisteil Rheingau (in Planung) zu erarbeiten, u.a. im Hinblick auf Verknüpfungspunkte mit Bus- und Bahnlinien sowie historischen, kulturellen und gastronomischen Zielen.
  • zwischen den bzw. zu den innerhalb des Kreisgebiets und in seiner Umgebung vorhandenen bedeutenden Wanderwegen und Fernradwegen Verbindungs- bzw. Anschlußrouten durch Beschilderung (natürlich bidirektional) auszuweisen und, wo notwendig, auszubauen oder als neu zu trassierendene Abschnitte vorzuschlagen.
  • ein solches, zunächst einmal grobmaschiges Netz im Benehmen mit den Kommunen auch mit örtlich beliebten Spazier- und Rundwegen zu verknüpften und dort schon auf die jeweils nächstgelegenen Zielpunkte des Netzbereichs hinzuweisen
  • in Zusammenarbeit mit der RTV die bestehenden Parkplätze an Wanderwegen (ggf. auch an Radwegen) darauf hin zu überprüfen, ob auch entferntere attraktive Ziele (siehe Punkt 2) dadurch erreicht werden können, dass von dort aus eine Rückkehr zu diesem Parkplatz mit dem ÖPNV möglich ist bzw. wird
  • für eine solche Gesamtkonzeption als Naherholungs- und Tourismus-Angebot eine sinnvolle Teilstufe zu entwickeln, die zeitnah umgesetzt und durch ein mit der RTKT, der RTV und dem RMV, den Radler- und Wanderverbänden sowie der HOGA entwickeltes Marketing direkt über die Beteiligten sowie über die Medien vorgestellt wird.

Begründung:

Rad- und Wanderwege haben auf Grund der gesundheitsbewussteren Lebensweise und der Möglichkeit, Natur und Landschaft zu erleben, eine zunehmende Bedeutung. Regionen, die eine gute Wander- und Radwege-Infrastruktur aufweisen

  • bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Lebensumfeld
  • schaffen sich damit einen erheblichen Standort-Vorteil
  • und profitieren in mehrfacher Hinsicht vom „sanften Tourismus“

Das Kreisgebiet in Gänze ist im wahrsten Sinne des Wortes von Natur aus für dieses Vorhaben geignet. Besonders der Kreisteil Untertaunus kann durch einen solchen Infrastruktur-Ausbau den Naherholungssuchenden des Rhein-Main-Raumes neue Ziele anbieten. Lobenswerte örtliche Bemühungen, die in diese Richtung gehen, würden eine deutliche Aufwertung durch die Einbindung in ein kreisweites Netz erfahren.

Foto LimesDer Limes bei Taunusstein-Orlen

Foto AaartalBlick von der Burg Hohenstein ins Aartal
Foto: Frank Borsikowski

Foto BlumewieseZielen wie Schutz, Pflege und nachhaltigne Entwicklung unserer Kulturlandschaft widmet sich die Buergerstiftung Rheingau-Taunus
Foto: Dr. Wolgang Ehmke